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3. März 2010

Konzert des jungen bayerischen Wunderkinds Veronika Eberle am 8. März 2010 im Place-des-Arts

"Veronika Eberle ist eine der aussergewöhnlichsten und begabtesten Musikerinnen, die ich je gehört habe. Sie wird wohl bald zum Kreis der gefragtesten europäischen Künstler gehören." (Sir Simon Rattle)

Im Rahmen des Pro Musica Festivals "Violons en rafale" werden die Violonistin Veronika Eberle und ihr talentierter Begleiter Oliver Schnyder am 8. März 2010 im Theater Maisonneuve des Place des Arts in Montreal Schubert, Debussy und Schumann spielen. Mit 21 Jahren hat Veronika Eberle bereits den Ruf eines aufsteigenden Stars und gehört zu den vielversprechendsten Künstlerinnen, die Deutschland seit langem hervorgebracht hat. Dieses Datum sollte sich jeder rot im Kalender anstreichen, der Kammermusik von ihrer schönsten Seite, interpretiert von den Stars von Morgen, erleben möchte.

Mit ausgezeichneter Technik ausgestattet und mit grosser Musikalität gesegnet, kann Eberle allen emotionalen und stylistischen Anforderungen der Musik gerecht werden, und mutig und doch gelassen selbst das anspruchvollste Programm schultern. Ihr Spiel ist gezeichnet durch den klaren sauberen Ton, einen warmen und hellen Klang und die bemerkenswerte Fähigkeit, diese an den jeweiligen Charakter des Werkes anzupassen. Durch ihre Einfühlsamkeit und klare Artikulation verschafft uns Veronika Eberle brilliante und einmalige, intensive musikalische Momente und unvergleichliche Freude.

Als sie die Journalistin des Hamburger Abendblatts Bettina Brinker nach dem Ursprung ihres Stils und ihrer unglaublichen Inspiration fragte, antwortete Eberle einfach: Die Arbeit und die Willenskraft.

Viele junge Geiger wollen vor allem durch ihre Virtuosität beeindrucken und die interpretatorische und musikalische Auseinandersetzung mit dem Werk auf später verschieben. Dies ist bei Veronika Eberle nicht der Fall. Als sie Simon Rattle 2006 für ein Konzert mit der Berliner Philarmonika bei den Salzburger Festspielen einlud, entschied sie sich für das Beethoven Konzert, welches alle Geiger als anspruchvollstes Werk überhaupt betrachten. Dieser außergewöhnliche Auftritt stellte den Startschuss für ihre internationale Karriere da.

Geboren 1988, begann die junge Deutsche mit 6 Jahren Geige zu spielen, und gab nur vier Jahre später bereits ihr erstes Konzertdebut. Schülerin von Olga Voitova, Christoph Poppen und später von Ana Chumachenko, konnte sie bereits mit so prestigeträchtigen Orchestern wie dem Los Angeles Philharmonics, dem Scottish Chamber Orchestra oder der NHK Symphony Tokio konzertieren, und in den letzten Jahren unter anderem in der New Yorker Carnegie Hall, dem Théâtre de la Ville in Paris oder dem Salzburger Mozarteum gastieren. Als nächstes steht ihr Debut in der Londoner Wigmore Hall, der Alten Oper Frankfurt und dem Festival Luzern und Gstaad, sowie eine Konzerttournee in Spanien und Italien auf dem Programm. Sie ist unter anderem erster Preisträgerin des internationalen Musikwettbewerb Yfrah Neaman 2003 und wurde soeben von der BBC als "New Generation Artist" für die Saison 2010 bis 2012 ausgezeichnet.

Als passionierte Kammermusikerin arbeitet sie viel mit großen Namen wie den Pianisten Lars Vogt und Oliver Schnyder, den Violonisten Christian Tetzlaff und Julia Fischer, sowie mit dem Cellisten Gustav Rivinius zusammen. Wo auch immer sie gastiert, kann Veronika ihr Publikum mit ihrer Reife, der Gelassenheit und Souveränität ihres Spiels und ihrer imposanten Interpretation beeindrucken. Schon heute wird sie im gleichen Zuge mit großen deutschen Nachkriegsviolonisten wie Anne-Sophie Mutter, Frank-Peter Zimmermann oder Julia Fischer genannt und spielt – als ob sie diesen Ruf noch bestätigen wollte – eine Geige des Italieners Giovanni Battista Guadagnini, in Turin 1783 gebaut, von der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt und früher vom berühmtesten aller deutschen Geigern, Adolf Busch, gespielt.

Oliver Schnyder

Oliver Schnyder, Pianist, studierte unter Homero Francesch, Ruth Laredo und dem legendären Leon Fleischer. Seit seinem Solodebut mit dem Tonhalle Orchester unter David Zinman 2002 konnte er eine weltweite Karriere starten. Er gastierte in den prominentesten Konzerthallen der Welt, unter anderem der Wigmore Hall, der Carnegie Hall und dem grossen Saal des Moskauer Konservatoriums. Oliver Schnyder konzertierte mit führenden Orchestern, Dirigenten und Kammermusikern und hat eine Vielzahl an Aufnahmen für Radio, Fernsehen und CDs gemacht.

Programm:

Schubert Sonate in A Dur, D 574
Debussy Sonate in G moll
Schumann Sonate Nr. 2 in D moll, Op. 121

Eintrittskarten: 40$, 35$, ermässigt 20$ (Studenten), erhältlich beim Place-des-Arts (zzgl. Steuer)
Tel: 514 842-2112

Weitere Informationen: Monique Dubé, ProMusica, 514 845-0532