


8. März 2010
Die Gesellschaft für Kanada-Studien hat vom 19. bis 21. Februar 2010 ihr 31. jährliches Symposium in Grainau, Bayern, unter dem Thema 'Von Kanada nach Europa und zurück', abgehalten. Drei Tage lang haben sich die Teilnehmer über kanadische Erfahrungen hinsichtlich Immigration und Integration, über die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Kanada und Europa, sowie über mögliche gemeinsame Antworten auf transnationale Herausforderungen ausgetauscht.
In diesem Zusammenhang hat der québecische Geschichtswissenschaftler und Soziologe Gérard Bouchard, international für seine Expertise auf dem Gebiet der sogenannten "spezifischen Anpassungen" anerkannt – ein kanadischer Begriff aus dem Rechtsbereich, der bestimmte Maßnahmen zur Verhinderung der Diskriminierung von Minoritäten, vor allem was ihre Ausübung religiöser Bräuche betrifft, beschreibt – eine Konferenz mit dem Titel "Zwischen Assimilierung und Kommunitarismus: die Suche nach einem ethnokulturell vielfältigen Integrationsmodel" angekündigt.

Im Rahmen des Symposiums hat Katia Grimard von der Generaldelegation Québecs in München den Exzellenzpreis der québecischen Regierung für Studienabschlussarbeiten, welche sich mit Québec befassen, verliehen. Ausgezeichnet wurden die Arbeiten zweier junger Forscherinnen der Universität des Saarlandes, welche sich interessanterweise beide gleichermaßen mit der Frage der Integration in Québec befassen. Die beiden Preisträgerinnen sind Frau Sarah Hürter, für ihre Arbeite mit dem Titel "Das Thema der spezifischen Anpassung als mediales Event: eine quantitative und qualitative journalistische Analyse der Integrationspolitik in Québec" und Frau Luise Baumann, für ihre Arbeit "Ausländerintegration in mittelständischen Québecer Unternehmen im Hinblick auf die Anwendung von Diversitätsmodellen – eine theoretische und empirische Fallstudie."
Die jährlichen Tagungen der Gesellschaft für Kanada-Studien bringen jedes Jahr zwischen 200 und 300 Kanadaliebhaber und –spezialisten zusammen, hauptsächlich aus Deutschland oder Österreich stammend, unter anderem die Verantwortlichen des Zentrums für Québec-Studien sowie Professoren und Studenten, die sich in ihrer Forschung mit Québec befassen. Seit 1993 unterstützt die Regierung von Québec die Gesellschaft durch die Stiftung des Exzellenzpreises, welche junge Forscher auf dem Gebiet der Québec-Studien fördern soll.
Quelle: Generaldelegation Québecs in München