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1. Juli 2010

Bayerns Wirtschaftsminister Zeil übergibt Förderbescheide an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die Fraunhofer-Gesellschaft in Augsburg

Zeil: „Ausbau außeruniversitärer Forschungsinfrastruktur stärkt Schlüsselindustrien“

MÜNCHEN / AUGSBURG --- Bei der Übergabe von Förderbescheiden in Höhe von insgesamt rund 24 Millionen Euro an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) in Augsburg erklärt Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil: „Ich freue mich, dass Augsburg Standort der renommierten Fraunhofer-Gesellschaft und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt geworden ist. Damit stärken wir die hervorragende Forschungsinfrastruktur in Schwaben weiter.“

Die Bayerische Staatsregierung unterstützt im Rahmen der ‚Forschungsoffensive Faserverbundtechnologien und Mechatronik für Bayerisch-Schwaben’ den Standort Augsburg insgesamt mit einer Förderung in Höhe von 53 Millionen Euro. Zentrale Elemente der Forschungsoffensive sind der Aufbau eines DLR Zentrums für Leichtbauproduktionstechnologie, einer FhG-Projektgruppe für Funktionsintegrierten Leichtbau und einer FhG-Projektgruppe für Ressourceneffiziente mechatronische Verarbeitungsmaschinen. Die Stadt Augsburg leistet einen zusätzlichen Beitrag von insgesamt 8,5 Millionen Euro.

In Bereichen der Faserverbundtechnologie und Mechatronik sowie der IT-Dienstleistungen verfügt die Region Augsburg / Schwaben bereits über Schlüsselkompetenzen in der Industrie und Forschung. Diese Kompetenzen werden gezielt gestärkt. Zeil: „Die Weiterentwicklung der außeruniversitären Forschungsinfrastruktur in der Region Schwaben ist für die nachhaltige Stärkung und die zukünftige Konkurrenzfähigkeit der Schlüsselindustrien in Süddeutschland von großer Bedeutung. Damit werden High-Tech Arbeitsplätze gesichert bzw. ausgebaut.“

Ziel der Forschungsoffensive ist es vor allem, neue und effiziente Produktions- und Automatisierungsprozesse bei der Fertigung von Faserverbund-Bauteilen zu entwickeln. Im Zentrum der Aktivitäten stehen neben der Mechatronik, dem Zusammenspiel von Mechanik, Elektronik sowie Informatik, die Faserverbund-Werkstoffe. Zeil: „Ich bin mir sicher, dass unsere Mittel gut angelegt sind. Die Carbonfaser ist ein außergewöhnlicher Werkstoff mit großer Zukunft: Sie ist sehr leicht und gleichzeitig sehr fest. Die Carbonfaser ist sehr wichtig für die weltweit exponentiell wachsende Leichtbautechnologie. Sie bietet überdurchschnittlich viel Potenzial – vor allem in der Luft- und Raumfahrt, dem Automobil- sowie Maschinenbau. Durch diese neue Technologie können mehrere Vorteile realisiert werden. Die Flugzeuge und Fahrzeuge können leichter gebaut werden und haben dadurch einen geringeren Energieverbrauch, wodurch auch ein wirtschaftlicherer Einsatz von ihnen erreicht werden kann. Auch die Umweltbilanz fällt entsprechend günstiger aus.“

Quelle: StMWIVT