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Wussten Sie dass...



Sicherheitskonferenz München: „Frieden durch Dialog“



 Bei der Münchner Sicherheitskonferenz kommen seit 1963 jährlich hochrangige Sicherheits- und Verteidigungspolitiker sowie Staatenlenker in die bayerische Landeshauptstadt, um sich in Gesprächen über globale sicherheitspolitische Belange auszutauschen. 

Ihr Ursprung lag in den "Internationalen Wehrkunde-Begegnungen", einem "transatlantischen Familientreffen" – ein Ort der Austausche zwischen NATO-Mitgliedern, deren Fokus auf der westlichen Politik im Kalten Krieg lag. Gegründet wurde die MSC von Ewald von Kleist, der zum Widerstand im 3. Reich zählte und beim Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 mitwirkte.

Heute noch fungiert München als unabhängiger Ort der Begegnung für Politiker und Experten, an dem sie sich offen und konstruktiv, sogar manchmal in recht kontroversen Debatten, über die wichtigsten aktuellen und zukünftigen Themen der internationalen Sicherheitspolitik austauschen. 

Die Konferenz ist privat organisiert und somit keine offizielle Regierungsveranstaltung. Sie dient ausschließlich der Diskussion; es werden keine verbindlichen zwischenstaatlichen Beschlüsse gefasst. Unter den Teilnehmern befinden sich sowohl Staatsoberhäupte und Generäle, als auch CEOs, Menschenrechte-Spezialisten, Umweltschützer und weitere Führungspersönlichkeiten der Zivilgesellschaft.

Tagungsort des Forums, dem seit 2008 der deutsche Diplomat Wolfgang Ischinger vorsitzt, ist das Hotel Bayerischer Hof in der Münchner Innenstadt – der Bereich rund herum ist aus Sicherheitsgründen für die Dauer der Konferenz abgesperrt.

Bei der Münchner Sicherheitskonferenz 2008 erhielt ein Soldat der kanadischen Streitkräfte, der bei einer internationalen Friedensmission verwundet wurde, die Medaille „Frieden durch Dialog“. Er wurde stellvertretend für alle Soldaten ausgezeichnet, die ihr Leben für den Frieden riskieren.