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Partnerschaft Bayern-Alberta

Zukunftsprovinz Alberta

Als eine der jüngsten und von der amerikanischen Kultur stark beeinflussten kanadischen Drapeau Alberta 4Provinzen hat Alberta Anfang des 20. Jahrhunderts eine grosse Zahl deutscher Immigranten aufgenommen.

Alberta ist seit geraumer Zeit eine der kanadischen Provinzen mit den stärksten Wachstumsraten, unter anderem dank der starken Investitionen in den Energiesektor. Alberta hat nach Saudi Arabiens die zweitgrößten bekannten Ölreserven (Ölsände) der Welt sowie enorme Gasvorkommen. Alberta teilt darüber hinaus eine politische Gemeinsamkeit mit Bayern: das politische Leben ist stark durch langfristige stabile politische Mehrheiten geprägt.

Intensiver Austausch

Alberta verfügt über zwei große Universitäten. Inbesondere die University of Alberta (UofA) in Edmonton hat internationales Renommé erworben und großes Interesse an technologischer und wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit Bayern. Die Marke « made in Germany » wird als Nachweis für hohe Qualität und Know-How sehr geschätzt.

Die Regierung Albertas investiert die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft seit mehreren Jahren in die Verbesserung der Innovationsfähigkeit. Bedarf besteht vor allem in der Energiebranche (konventionelle Maschinen und Technologien, in jüngster Zeit auch erneuerbare Energien) aber auch in der Breite neuester technologischer Entwicklungen.

Die albertanische Regierung hat ihre Forschungs- und Innovationsaktivitäten unter dem Dach von « ARIA » (Alberta Research and Innovation Authority) konzentriert. Das Ziel von ARIA ist es, aktuelle Trends aufzuspüren und der Regierung konkrete Vorschläge für wissenschaftliche und wirtschaftliche Diversifizierungsstrategien zu unterbreiten. Alberta setzt damit, genauso wie Bayern, einen Schwerpunkt auf die Entwicklung und die Förderung von Forschung und Innovation.

Entwicklung der Bayern-Alberta Beziehung:

  • 1999: Eröffnung eines Alberta-Büros in München
  • 2006: Besuch der Jugend-, Kultur- und Sportkommission des Landtags in Alberta sowie der bayerischen Ministerin für Europa- und internationale Angelegenheiten, Frau Emilia Müller, um das Thema Bildung
  • 2006: Besuch des bayerischen Wirtschaftsstaatssekretärs Hans Spitzner in Alberta, in Begleitung einer Unternehmerdelegation der Medizintechnikbranche
  • November 2008: Besuch des Premierministers von Alberta, Ed Stelmach, in München
  • Juni 2009: MoU zwischen dem bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem AET (Ministry of Advanced Education and Technology)
  • März 2011: Besuch einer hochrangigen Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation unter Leitung von Wirtschaftsstaatssekretärin Hessel in Alberta

Perspektiven

Die Bayern-Alberta Beziehungen setzen einen Schwerpunkt im Bereich Wissenschaft und Innovation.

Die Koordinationsstelle Bayern/Québec/Alberta/International der Bayerischen Forschungsallianz (bayFOR) steht bayerischen Wissenschaftlern aller Disziplinen und ihren internationalen Forschungspartnern helfend zur Seite. Beispielsweise ist sie Anlaufstelle für inhaltliche, organisatorische und finanzielle Beratung beim Aufbau gemeinsamer wissenschaftlicher Aktivitäten. Die Regierung von Alberta zieht gegenwärtig die Gründung einer entsprechenden Einrichtung in Betracht.