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Schwerpunktfelder
Medizintechnik

Deutschland ist nach den USA der zweitwichtigste Produzent von Medizintechnik weltweit ca. 30% der Produktion « Made in Germany » stammen dabei aus Bayern. Der Medizintechnikmarkt Kanada dagegen steht aufgrund einer sich verändernden Demographie, stark steigenden Gesundheitskosten und einer alternden technischen Ausrüstung vor einer Periode des Wachstums.

Spitzenstandort Bayern

Wie kaum eine andere Region Europas repräsentiert Bayern breitgefächerte Kompetenzen im Bereich der Medizintechnik: zahlreiche kleine oder mittelständische Unternehmen sowie Weltmarktführer Siemens Medical Technology mit Sitz in Erlangen, eine hervorragende Forschungslandschaft und eine moderne Infrastruktur tragen dazu bei.
 
Fast 70% des Umsatzes bayerischer Produzenten im Bereich Medizintechnik werden im Ausland erwirtschaftet. 20% der 150.000 deutschen Beschäftigten in der Herstellung von Medizinprodukten arbeiten in Bayern. Die Qualität des bayerischen Gesundheitssystems ist weltweit anerkannt:
  • 400 anerkannte Kliniken und Krankenhäuser,
  • 48.000 zugelassene Ärzte und 10.000 Zahnärzte
  • 341 Einrichtungen für Präventions- sowie Betreuungs- und Rehabilitationsmedizin.
Die Regionen München und Erlangen-Nürnberg gehören heute zu den wichtigsten Kompetenzclustern im Bereich Medizintechnik. Erlangen-Nürnberg wird weltweit als ein Vorreiter in Sachen Radiologie, physische Medizin, sowie Pharma- und Virusforschung angesehen und hat den Bundeswettbewerb der Spitzencluster im Bereich der Medizintechnik gewonnen. München bietet renommierte Kliniken und Institute, die unter anderem auf nicht-invasive und computergesteuerte Prozesse spezialisiert sind.
 
Neben zahlreichen spezialisierten kleinen und mittelständischen Unternehmen, sind in Bayern Weltmarktführer wie Siemens Medical Solutions, General Electric (Europäisches Forschungszentrum in Garching), Baxter, Fresenius Medical Care, GlaxoSmithKline, Novartis Pharma, Roche und Brainlab ansässig.
 

 

Québec

Die québecer Universitäten sind stark in der medizinschen Forschung, bisher ist der Medizintechniksektor Québecs aber noch vergleichbar schwach entwickelt. Das staatliche Gesundheitssystem Québecs, das in den 80iger Jahren gegründet wurde, steht heute vor zahlreichen Herausforderungen. Die jährlichen staatlichen Gesundheitsausgaben betragen 28 Mrd. kanadische Dollar. Experten sind sich darüber einig, dass man auf Grund der demographischen Entwicklung für die kommenden Jahre dabei mit drei- bis fünfprozentigen Wachstumsraten rechnen kann. Besonderes Wachstum versprechen die Bereiche Orthopädie (Prothesen und künstliche Glieder, sowie Behandlung der Wirbelsäule) und die Behandlung von Diabetes und kardiovaskulärer Krankheiten.
 
Kunden für medizintechnische Produkte und Leistungen sind vor allem die staatlichen Gesundheitseinrichtungen. Das öffentliche Gesundheitssystem Québecs steht inmitten eines tiefgreifenden Erneuerungsprozesses, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Genauso wie in anderen Teilen Kanadas ist die Ausrüstung der Kliniken nicht nur überaltert, sondern teilweise auch unzureichend. Dies mag ein Faktor sein, der zu langen Wartelisten für Patienten führt.
 
Die Mehrheit der Grundlagenforschung, sowie der klinischen Forschung, erfolgt in Montréal. Dort, wie auch in der Hauptstadt Québec, stehen zahlreiche Großprojekte an: der Neubau zweier Universitätskliniken und weiterer Krankenhäuser mit Investitionen von weit über fünf Milliarden kanadischen Dollar sollen in den nächsten Jahren realisiert werden. Diese massiven Investitionen bieten bayerischen Unternehmen exzellente Marktchancen.
 
In Québec finden sich sowohl Nischenanbieter wie Victhom Bionique oder CryoCath, als auch Großkonzerne wie AstraZeneca, Johnson&Johnson, Merck Frosst, Novartis, Pfizer, Roche Diagnostics, Sanofi-Aventis, Wyeth.
 
 (québecer Agentur zur Bewertung von Gesundheitsdienstleistungen und -technologien)